Ziele des Studiums - DGÄZ - Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnmedizin e.V.

Masterstudiengang

Ziele des Studiums

(1) Das Studium soll eine interdisziplinäre, berufsbezogene und wissenschaftliche Weiterbildung in zahnmedizinischer Ästhetik und Funktion sein. Der/die Studierende erwirbt im Studiengang zum einen umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten in der Anwendung von Methoden der Rekonstruktion mit dem Schwerpunkt auf funktionelle und ästhetische Aspekte, zum anderen aber auch die Fähigkeit, die verfügbaren Methoden im Kontext kritisch zu beurteilen und Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit dem Einsatz der Methoden ergeben, wissenschaftlich zu untersuchen. Aus diesem Grund beinhaltet das Studium zwei Schwerpunkte:

  1. einen praxisbezogenen Schwerpunkt, in dem der/die Studierende seine erworbenen Kenntnisse unter praxisorientierten Bedingungen umsetzen und erproben, sowie Erfahrungen dokumentieren und Patientenfälle nach den erlernten Methoden und Standards diagnostizieren und behandeln soll
  2. einen wissenschaftlich-theoretischen Schwerpunkt, in dem der/die Studierende zusätzlich zu dem praxisbezogenen Schwerpunkt einen umfassenden Überblick über die verfügbaren Methoden und Möglichkeiten erhält und zugleich Fähigkeiten erwirbt, sich mit den Methoden und ihren Grundlagen wissenschaftlich auseinander zu setzen.

 

(2) Der praxisbezogene Schwerpunkt ist die Basis, mit der alle Studienteilnehmer konfrontiert werden. Er fokussiert neben dem Wissenserwerb primär auf den Erwerb praktischer Fertigkeiten und das Sammeln von praktischen Erfahrungen im Hinblick auf

  1. Rekonstruktion auf hohem zahnmedizinischen Qualitätsniveau mit dem besonderen Anspruch an die rote und weiße Ästhetik, sowie funktionelle Aspekte des neuromuskulären Regelkreises
  2. Erfassung von Indikationen und Kontraindikationen im speziellen Erkennen von Patienten mit einer Somatisierungsstörung und nicht real bezogenen Wünschen (Projektionsphänomen), so wie parodontaler und myoarthrogener Erkrankungen.
  3. Anwendung und Entwicklung von Diagnose und Therapieschemata für interdisziplinäres Management bei der parodontalen, implantologischen, kieferorthopädischen, kieferchirurgischen und funktionstherapeutischer Behandlung im Zusammenhang mit der Rekonstruktion MAP-geschädigter und dysgnather Patienten
  4. Integration von Behandlungsstrategien in den Praxisalltag (Optimieren von Workflowprozessen, etc.) einschließlich Teamwork und vernetztes Arbeiten mit dem zahntechnischen Labor.

 

(3) Der Studienteil kann beim Nachweis umfassender Kenntnisse und Präsentation dokumentierter Patientenfälle in einem Prüfungskolloquium mit dem Diploma für zahnmedizinische Ästhetik und Funktion“ abgeschlossen werden. 

 

(4) Der zusätzliche, wissenschaftlich-theoretische Schwerpunkt vertieft und ergänzt den praxisbezogenen Schwerpunkt und fokussiert weiterführend auf: 

  1. Grundlagen und Fertigkeiten in Literaturrecherchen und wissenschaftlichen Datenanalysen
  2. Bewertung der Entscheidungsfindung unter wissenschaftlichen und evidenzbasierten Gesichtspunkten
  3. Konkrete Aufgaben- und Fragestellung bei der zu leistenden Homework und Sammlung und Auswertung der erhobenen Daten

 

(5) Die im wissenschaftlich-theoretischen Teil erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten soll der Studierende mit der Anfertigung einer Masterthesis,die bewertet wird, nachweisen. Sind praxisbezogener und wissenschaftlich-theoretischer Teil erfolgreich absolviert, erhält der Studierende die Qualifikation zum Erwerb des Masters of Science in zahnmedizinischer  Ästhetik und Funktion. 

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