"Das ist eine große Ehre": Young-Esthetics-Preis 2012 an Dr. Sebastian Horvath

DGÄZ-Pressemeldung vom 11.05.2012

Welch großes Potential die Ästhetische Zahnheilkunde in der jungen Zahnärzte-Generation hat, zeigt sich jedes Jahr bei der Verleihung des Young Esthetic-Preises der DGÄZ, gestiftet von ZA Wolfgang-M. Boer/Euskirchen zur Förderung des Nachwuchses. Preisträger 2012 ist Dr. Sebastian Horvath/Freiburg, der die Jury mit einem sehr gelungenen Fall klar überzeugt hat. Traditionell dürfen die Preisträger bei der INTERNA den vorgelegten Fall oder einen anderen aus ihrem Behandlungsspektrum den DGÄZ-Mitgliedern vorstellen. Dr. Horvath, der die Gelegenheit, vor diesem besonderen Auditorium vortragen zu dürfen, als große Ehre bezeichnete, entschied sich für die zweite Möglichkeit und glänzte auch hier: Mit einer hochwertigen Foto-Dokumentation, einer didaktisch sehr guten Präsentation und souveräner Moderation durch das Thema und die von ihm gelösten Fälle.

Für den Vortrag ausgesucht hatte er ein eher ungewöhnliches Verfahren: "Die Root-Submergence Technik". Nach einer Übersicht über die Umbauvorgänge im Knochen nach Extraktion eines Zahnes und Möglichkeiten, den Kollaps des Gewebes zu verhindern, zeigte er an einem Fallbeispiel, dass auch die Nutzung der Restwurzel diesbezüglich Sinn machen kann: "Der Knochen ist da, weil der Zahn da war. Ist der Zahn weg, haben wir das Problem Knochenerhalt. Bleibt ein Teil des Zahnes aber im Knochen, findet der Abbau von Gewebe nicht statt." Sein Fall-Beispiel war eine 20jährige Patientin, die anderthalb Jahre zuvor ein Frontzahntrauma erlitten hatte und wegen Schmerzen und Entzündung vorstellig geworden war. Zu den Therapieoptionen gehörte auch eine Implantatversorgung - allerdings erschien Dr. Horvath die Patientin aufgrund des vermutlich nicht abgeschlossenen Kieferwachstums für diesen Weg noch zu jung. Man einigte sich darauf, den Zahn chirurgisch auf Knochenhöhe zu kürzen, den endodontisch versorgten Zahn mit Weichgewebe zu verschließen und die Situation mit einer vollkeramischen Extensionsbrücke zu versorgen. Das Behandlungsergebnis war sowohl hinsichtlich der Funktion als auch der Ästhetik sehr gelungen. Damit hätte der Referent eine glänzende Bilanz seines Vorgehens zeigen können - er war aber eindrucksvoll ehrlich genug, das spätere Scheitern dem Auditorium nicht vorzuenthalten: Nach rund acht Monaten hatte sich eine Fistel gebildet, vermutlich aufgrund eines zuvor nicht registrierten Defektes an der belassenen Wurzel. Die neue Situation wurde - ebenfalls mit einem ästhetisch ansprechenden Ergebnis - chirurgisch gelöst. Letztlich zeigte diese Präsentation auch, dass "aus Fehlern lernen" für die ZahnMedizin ein wichtiges Fortbildungsthema ist. Die Bilanz von Dr. Horvath: "Mit der Root-Submergence-Technik kann man gute Ergebnisse erreichen, allerdings erfordert sie eine gut geprüfte Indikation und günstige Voraussetzungen seitens des Patienten.

Für seine Präsentation erhielt Dr. Horvath viel Beifall und Anerkennung – nicht zuletzt seitens des DGÄZ-Präsidenten Prof Dr. mult. Robert Sader. Zusammen mit ZA Wolfgang-M. Boer überreichte er dem Preisträger 2012 die Auszeichnung und die kostenfreie Jahresmitgliedschaft in der DGÄZ, freuen durfte sich Dr. Horvath auch über das von Wolfgang-M. Boer gestiftete Preisgeld in Höhe von 2500.- Euro. "Die Leistungen, mit denen sich unsere jungen Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Zahnmedizin und auch aus dem Bereich Zahntechnik alljährlich bewerben, machen uns immer wieder stolz auf unseren tollen Beruf - und auf das anspruchsvolle Fach Ästhetische Zahnheilkunde", sagt ZA Boer. Die Vorbereitungen für die Ausschreibung des Preises 2013 sind bereits angelaufen und werden demnächst bekannt gegeben. Der  Bewerbungsschluss für den Young Esthetics-Preis 2013 ist am 28.2.2013.

Pressekontakt

Pressereferentin und -Sprecherin
Barbara Ritzert, ProScience Communications
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